• Samstag, 22. Januar 2022 16:39

Das letzte Gefecht - Flames of War Normandie Kampagne

Mister_Pink
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So, hier nun wie versprochen der Bericht vom finalen Spieltag unserer D-Day Kampagne.

D+63, 07.August 1944, Bayeux, Frankreich

Nach dem die Vorstöße der Achse im letzten Monat zu mehreren Durchbrüchen geführt haben, war es nun an der Zeit die Brückenköpfe der Alliierten einzunehmen und damit die Invasion zum Erliegen zu bringen.   

Nach den harten Kämpfen der letzten Monate war Hauptmann Ludwick deutlich gezeichnet. Immer wieder ein Gefecht, das die Entscheidung bringen sollte, auf das dann nur wieder ein weiteres  folgte. Er war es leid und trotzdem war es nötig, das wusste er.

"Wir haben die britischen Truppen bei Bayeux eingekesselt und die Lage für sie ist nahezu Hoffnungslos. Wenn wir ihnen hier das Genick brechen, dann bleibt ihnen nur noch der Rückzug über den Kanal.

Sammeln sie eine Kampfgruppe aus Einheiten des 192. Panzergrenadier Regiments und nehmen sie den Bahnhof ein, Herr Hauptmann. Ich stelle ihnen auch zwei Panzer VI Tiger für den Durchbruch zur Verfügung."

„Mit was kann ich an Gegenwehr rechnen, Herr General?“

„Es sind Truppen der 7. britischen Panzerdivision laut unseren Aufklärern. Rechnen sie mit starkem Widerstand, der Tommy hat nix mehr zu verlieren.“

Das letzte Gefecht sollte mit der Mission 'Bridgehead' nachgespielt werden. Zur Verteidigung stellte Emanuel eine Desert Rats Rifle Company auf, die von 8 M10c mit 17Pdr unterstützt wurden. Dazu kamen noch drei Churchill Crocodiles. Eine echt harte Nuss!

Um den Verteidiger auf dem falschen Fuß zu erwischen, war der Plan durch kaufen einer Command Card den Nachtangriff zu ermöglichen. Dazu wurden mit Hilfe einer zweiten Command Card die Infanterie zu Pionieren aufgewertet, da der Verteidiger Minenfelder aufstellen darf in dieser Mission. Ein Nachteil beim Nachtangriff ist, dass nur Einheiten der eigentlichen Formation die Aufstellungszone verlassen dürfen. Das bedeutet, dass die Tiger für mindestens drei Runden nicht aktiv ins Kampfgeschehen eingreifen können und die Hauptlast des Angriffs in den ersten Runden von den Panzergrenadieren getragen wird.


Die Deutschen entschieden sich für einen Angriff über die von Minenfeldern gesicherte Flanke, während auf der anderen Flanke eine Einheit Halbketten mit Flammenwerfern dafür sorgen sollte, dass die Infanterie sich nicht für einen Gegenangriff aus ihren Schützenlöchern traute.

Die ersten Runden waren durch entschlossenes vorgehen geprägt und ein Teil der Minenfelder wurden auch erfolgreich durch die Pioniere geräumt. Dabei wurden sie durch 15cm Nebelwerfer und Halbketten mit 7,5cm Kanone gedeckt. Als die Chancen in der dritten Runde gut aussah das Ziel am Bahnhof einzunehmen, setzten die Deutschen alles auf eine Karte und gingen in den Nahkampf. Hier war Fortuna aber den französischen Kämpfern der Resistance äußerst hold. Der Angriff scheitere und warf die Deutschen, die dazu noch schwere Verluste hinnehmen mussten, zurück.

In der kommenden Runden waren die Franzosen waren auch einer der Ankerpunkte. Sie hielten massives Bombardement der Nebelwerfer aus und blieben Standhaft bis zum Schluss.

Bei Sonnenaufgang griffen dann endlich auch die Tiger in den Kampf ein. Allerdings konnten sie nur sehr vorsichtig agieren, da noch 4 M10c im Hinterhalt lauerten und noch weitere vier in der Reserve auf den Tisch kommen sollten. Daher war das Ziel erst einmal irgendwie diese Gefahr zu bannen.

Auf der linken Flanke kamen es zu starken Feuergefechten zwischen den aus der Reserve kommenden M10 und den 7,5cm Halbketten. Dazu wurde die Lage aus Sicht der Deutschen auch heikel, da zusätzlich noch die Crocodile das Schlachtfeld betraten.

Zwar konnten die M10 zerstört werden, aber die Churchills waren nahezu unaufhaltbar und wurden eigentlich nur durch die Panzerfäuste und Panzerschrecks der Infanterie gebunden, da sie dabei ihre Flanke hätten preisgeben müssen wenn sie vorrücken wollten.

Das größte Problem waren noch die M10 im Hinterhalt, die wie ein Damoklesschwert über den Tigern hing. Hier rückten nun die Flammenwerfer beherzt vor und begannen die britische Infanterie stark unter Druck zu setzen.

So musste Emanuel entscheiden. Entweder opferte er seine wichtige Infanterie, um am Ende die Tiger zu bekämpfen – dann wäre aber die Flanke komplett offen –, oder er schaltet die Halbketten schnell aus und führt danach mit den Tigern einen Feuerkampf auf lange Entfernung. So hätte er die Infanterie, die sich dann um die M10 kümmern würden.

Die Halbketten fielen dann der getroffenen Entscheidung nach sehr schnell den M10 zum Opfer. In den nächsten Runden gelang es aber den Deutschen die M10 im Gegenzug nahezu ausschalten, so das am Ende die Tiger zum finalen Angriff übergingen und damit das Spiel final entschieden.

Auf Seiten der Deutschen waren nahezu alle Einheiten stark dezimiert, so dass das Spiel auch durch ein paar glückliche Treffer andersherum hätte ausgehen können.

Die anderen beiden Partien gingen einmal an die Alliierten und an die Achse, womit wir am Ende einen Sieg der Runde der Achse hatten und diese damit die Kampagne gewonnen haben.                                                                             

Ich möchte hier einmal allen Teilnehmern der Kampagne danken, die das ganze Unternehmen über fast 5 Monate begleitet und zum Spaß des Ganzen beigetragen haben.

Es waren in der Zeit knapp 20 Spiele, die in die Kampagne eingeflossen sind!

Als Abschuss haben wir dann zum letzten Stammtisch des Jahres noch einen Big Battle geplant, der aber Just for Fun sein sollte und daher nicht in der Wertung einfloß.

Da dieser Bericht am 24.12. von mir veröffentlicht wird, wünsche ich euch allen hiermit natürlich ein schönes Weihnachtsfest!